Bauarten & spezielle, typische Eigenarten (Mosin-Nagant)

Nachstehend werden spezielle Bauformen und Eigenarten des Gewehrs "Mosin-Nagant" gezeigt, um die Modell- und Arsenalspezifischen Unterschiede zwischen den verschiedenen Modellen und Baujahren zu verdeutlichen. Eine interessante Zeitreise die Änderungen, Modernisierungen und Modifikationen verdeutlicht.


1894
Gesamtansicht 1894 Ishevsk M1891 1894
Ishevsk M1891
Gesamtansicht
Gesamtansicht des 1894 M1891 - im speziellen fallen hier die fehlenden Bohrungen bzw. Halterungen für die Gewehrschlinge auf, welche in späteren Baujahren sowohl am Schaft-Vorderende als auch am Schaftkolben montiert bzw. gebohrt sind. Der hier vorhandene Rückstoßbolzen wurde in einer Russischen Arsenalnachrüstung ab dem Jahr 1908 nachträglich angebracht sowie das "neue" Konovalov-Visier für die "neue" Patrone 1908 / Spitzer-Patrone.
Barrelband 1894
Barrelband 1894 M1891
1894
Ishevsk M1891
Lauzfband
Das prägnante Laufband mit einigen Eigenschaften sehr früher Fertigung:
Typ 3 Laufbänder, geschraubt und hier mit zusätzlichem Sicherungsstift im Holz um ein verrutschen am Schaft/Lauf zu verhindern
Magazinswivel 1894 M1891
Magazinswivel 1894 M1891
1894
Ishevsk M1891
Magazin/Swivel
Das prägnante am Magazin montierte Swivel (Gewehrschlingenhalter) für die Gewehrschlinge des 1891 M1891, eine Eigenart der sehr frühen Fertigung.

1909
Gesamtansicht 1909 Ishevsk M1907
Gesamtansicht des 1909 M1907 Karabinders
1909
Ishevsk M1907 Gesamtansicht
Gesamtansicht des M1907 Karabiners des Werks Ishevsk aus dem Jahr 1909. Hier sehr gut sichtbar eine der grossen Änderungen ab Baujahr 1908:  Hier wurden erstmals die Halterungen für die Gewehrschlinge am Kolben und am Schaft gebohrt, und mit geschraubten Metalldurchführungen geschützt. Erstmals auch ab Baujahr 1909 vom Werk verbaut: der Rückstoßbolzen im Schaft.
Schaft Vorderende 1909 Ishevsk M1907
Schaft-Vorderende des 1894 M1891
1909
Ishevsk M1907 Schaftende vorne
Schaft-Vorderende des Werks Ishevsk aus dem Jahr 1909 am Modell M1907 Karabiner.
Prägnant kurzes Laufende und enge Distanzen zum Korn. Beachte auch das offene Korn, Zeichen der relativ frühen Fertigung aus 1909. Dieses Modell war immer für den Gebrauch ohne Bayonett vorgesehen, es konnte auch keines montiert werden (siehe die kurzen Abstände).
Visier 1909 M1907
Visier 1909 M1907
1909
Ishevsk M1907
Visier
Das sehr prägnante ultrakurze Visier des 1909 Ishevsk M1907 Karabiners

1914
Ansicht 1914 Slingswivel
Gesamtansicht des 1914 Slingswivels
1914
Tula M1891
Slingswivel
Eine der wenigen Änderungen an diesem 1914 Modell M1891, dass in den Finnischen Arsenalen angebracht wurde: die durch die Russischen Gurtdurchführungen durchgesteckten Gewehrschlingenhalter ähnlich der Österreichischen Form. Dies wurde bei beiden Gurtdurchführungen so angebracht. Eventuell wurden diese gesteckten Halter aber auch bereits durch ein deutsches Arsenal angebracht, und von den Finnen einfach übernommen.
Visier Arshin 1914 Tula
Visier Arshin des 1914 M1891
1914
Tula M1891
Visier in Arshin
Die zweite wesentliche Änderung durch das Finnische Arsenal: Visier, Ansicht Linke Seite - die Russische Entfernungsangabe in "Arshin" wurde durchstempelt.
Visier 1914 M1891
Visier 1914 M1891
1914
Tula M1891
Visier in Meter
Dafür dann aber durch das Finnische Arsenal am Visier auf der Rechten Seite mit der Entfernungsangabe in Metern ergänzt

1917
Laufband 1917 M1891
Laufband 1917 M1891
1917
Sestroretsk M1891
Laufband
Mit der neuen Finnischen Schäftung kamen auch die neuen Finnischen Laufbänder an dieses Gewehr - eher selten zu finden die angebrachten Zusatzschrauben um die Laufbänder am Schaft zu fixieren und verrutschen zu verhindern. Gegenständliche Schrauben erscheinen eher neuzeitlicher Natur.
Ansicht 1917 Laufstempel
Gesamtansicht des 1917 Laufstempel
1917
Sestroretsk M1891
Laufstempel
Der originale Sestroretsk Laufstempel aus dem Jahr 1917, durch das Finnische Arsenal dahingehend bearbeitet als das die originale Seriennummer und Baujahr weggeschliffen wurden, ersetzt durch die Finnische (neue) Seriennummer des Gewehrs.
Finnischer Schaft 1917
Schaft des 1917 M1891
1917
Sestroretsk M1891
Schaft
Detailaufnahme des durch das Finnische Arsenal neu verbauten Schafts, hier sehr gut sichtbar die typischen "runden" Verzahnungen des Schafts, klarer Hinweis auf den Vorkriegsschaft (Anfang der 1920er Jahre). Nach dem 2. Weltkrieg wurden die Verzahnungen auf "eckig" geändert.
Swivel 1917 M1891
Swivel 1917 M1891
1917
Sestroretsk M1891
Swivel
Einhergehend mit dem neuen finnischen Schaft wurden im Finnischen Arsenal auch die damals passenden neuen Gewehrschlingenhalterungen montiert, in diesem Fall volle Metalldurchführung mit nur einer Bohrung für den Gewehrschlingenhalter, dies sowohl im Kolben als auch vorne am Schaft.
Verschluss 1917 M1891
Verschluss 1917 M1891
1917
Sestroretsk M1891
Verschluss
Das letzte Detail dieser Finnischen Arsenalbearbeitung: die originale Russische Seriennummer wurde vom Verschluss abgeschliffen, und sehr scharf neu die Finnische Seriennummer eingestempelt.

1933
Tunnelorn des 1933 M1891/30
Tunnelkorn des 1933 M1891
1933
Ishevsk M1891/30
Tunnelkorn
Nachstehend die markanten Änderungen bei der Modernisierung vom Gewehr M1891 zum Gewehr M1891/30, offiziell eingeführt 1930:
Das charakteristische Tunnelkorn, welches ab Produktionsumstellung auf allen Waffen verbaut wurde.
Laufband des M1891/30
Kurzes Laufband des M1891/30
1933
Ishevsk M1891/30
Laufband
Das (moderne) geklemmte Laufband und die extra Griffrille, um die Demontage des geklemmten Laufbandes zu erleichtern (bei früheren Modellen wurde der Schaft von den Soldaten beschädigt, meist beim Versuch mit dem Bajonet das Laufband zu lockern)
Visier Draufsicht 1933 M1891/30
Visier Draufsicht 1933 M1891/30
1933
Ishevsk M1891/30
Visier
Das neu eingeführte Visier für den M1891/30, welches das bisherige Visier vom Typ "Konovalev" bei allen folgenden Gewehren ersetzte. Hier die Draufsicht mit Einteilung in Metern.
Visier seitlich 1933 M1891/30
Visier Draufsicht 1933 M1891/30
1933
Ishevsk M1891/30
Visier
Das neu eingeführte Visier, hier die Ansicht von der Seite (Links).

1950
Gekuerzter lauf 1950 CZ
Gekürzter Lauf 1950 CZ
1950
CZ Mod. 91/38
Gekürzter Lauf
Der gekürzte Lauf des Mosin Nagant 91/38. Der Umbau vom "Ka3" Kosakenkarabiner zum 91/38 erfolgte im Tschechischen Depot Jaroměř ca. 1950. Hierbei wude der Lauf gekürzt und auch abgedreht, um das neue (moderne) Tunnelkorn vorne aufnehmen zu können
Kurzes Visier CZ 1950
Kurzes Visier 1950 CZ
1950
CZ Mod. 91/38
Visier
Das (moderne) kurze Visier des CZ 91/38, ident und übernommen vom Sowjetischen Modell M38 und M44.
Visierhalterung 1950 CZ
Visierhalterung 1950 CZ Umbau
1950
CZ Mod. 91/38
Visier
Die Visierhalterung des CZ 1891/38, ebenfalls ident und übernommen vom Sowjetischen M38 und M44.