Rüstungshistorische Stempel-Enzyklopädie & Abnahmemarken

Die metallurgisch konservierten Schlagstempel bilden das unbestechliche Fundament der Provenienzforschung. Diese Enzyklopädie dient als systematisches Nachschlagewerk für Gutachter, um den authentischen Werkszustand und die Migrationswege der Ordonnanzwaffen lückenlos nachzuweisen.


Schaftstempel Mosin-Nagant


1894
Schaftkappenstempel 1894 Ishevsk 1894
Ishevsk M1891
Schaftkappenstempel
Schaftkappenstempel des Werks Ishevsk aus dem Jahr 1894
Beachte den sehr frühen Stempel mit Pfeil und Bogen.
Schaftstempel 1894  Ishevsk
Schaftstempel 1894 Ishevsk
1894
Ishevsk M1891
Schaftstempel
Schaftstempelung "zaristisch" rechts am Schaft, durch Gebrauch sehr stark mitgenommen und nahezu unleserlich

1896
Schaftstempel 1896  Tula
Schaftstempel 1896 Tula
1896
Tula M1891
Schaftstempel
Schaftstempelung "zaristisch" links am Schaft, durch Gebrauch sehr stark mitgenommen und nahezu unleserlich
Schaftstempel 1896  Tula
Schaftstempel 1896 Tula
1896
Tula M1891
Schaftstempel
Schaftstempelung "A" rechts am Schaft, durch Österr. K+K Arsenal (Wien oder Budapest) als Beutewaffe im 1. WK an der Ostfront.

1918
Schaftkappenstempel 1918  Tula
Schaftkappenstempel 1918 Tula
1918
Remington M1891
Schaftkappenstempel
Im Zuge des Finnischen durchmischens von Teilen kam diese ursprünglich aus "Tula" stammende Schaftkappe auf den 1918 Remington M1891. Bedeutung der zusätzlichen Stempel an der Schaftkappe:
Stempel "1" = Güteklasse- oder Sortierstempel, ein Bauteil der "erste Qualität" (sehr gut)
Stempel "P/L" = zusammengesetztes Monogramm eines Russischen Haupt-Abnahmeprüfers im Arsenal Tula oder auch eines anderen Depots im Zuge einer Überarbeitung
Die gestempelte Seriennummer ist nicht passend zur Remington Fertigung.

1933
Schaftkappenstempel 1933 Ishevsk
Schaftkappenstempel 1933 Ishevsk
1933
Ishevsk M1891/30
Schaftkappenstempel
Stempel "umgedrehtes U im Kreis" auf der Schaftkappe - hat hier die Bedeutung einer "Prüfung auf Materialstärke/Flexibilität" und war bestimmt für diverse Kleinteile des Gewehrs, und markiert die "werkseigene Qualitätskontrolle" im Arsenal Ishevsk in den 1930ern.

1939
Schaftstempel 1939 Finnisch
Schaftstempel 1939 Finnisch
1939
Tula M1891/30
Schaftstempel
Im Zuge einer Finnischen Arsenalüberholung wurde das Gewehr, obwohl Baujahr 1939, noch in einem Vorkriegsschaft mit "runden Spitzen" verbaut. Hier sehr gut sichtbar der Schaftstempel des finnischen Erzeugers.

1950
Schaftkappenstempel 1950 CZ
Schaftkappenstempel 1950 CZ
1950
CZ Mod. 91/38
Schaftkappenstempel
Schaftkappenstempel des Mosin Nagant 91/38. Die Stempelung mit der Seriennummer erfolgte im Tschechischen Depot Jaroměř im Zuge des Umbaus zum 91/38 (ca. 1950)
Schaftkappenstempel CZ 1950
Schaftkappenstempel 1950 CZ
1950
CZ Mod. 91/38
Schaftkappenstempel
Schaftkappenstempel des CZ 1891/38, die Schaftkappe wurde durch Ungarisches Arsenal zugeliefert (Stempel 3 = Arsenal Perm, nicht im Bild  unvollständiger Stempel 8 = Perm, Stempel E = FEG Budapest Abnahmestempel)
Schaftstempel 1950 CZ
Schaftstempel 1950 CZ Umbau
1950
CZ Mod. 91/38
Schaftstempel
Stempelung oben am Schaft mit Sowjetischem Reparaturstempel "II im Quadrat" = Hinweis das der "neue" Schaft aus der UdSSR zugeliefert wurde.
Bedeutung:
- Schaft Kategorie II, gebraucht aber voll funktionsfähig oder auch
- als Zeichen das der Schaft im sowj. Arsenal bereits überholt wurde
Schaftstempel 1950 CZ
Schaftstempel 1950 CZ
1950
CZ Mod. 91/38
Schaftstempel
Stempelung "4 im Kreis" links am Schaft durch das Tschechische Depot Jaroměř im Zuge des Umbaus zum 91/38, erfolgt ca. 1950 = Holzbearbeitung durch das Depot.